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Ausschlagung der Erbschaft

Externe Behörden
Amtsgericht RostockZochstraße 13
18057 Rostock
Telefon: 0381 4957-0
Telefax: 0381 4957-9024
E-Mail:

Alle Abteilungen (außer Register, Insolvenz und Nachlass):
Montag - Freitag 09:00 - 12:00 Uhr
Dienstag zusätzlich 13:00 - 17:30 Uhr und nach Vereinbarung

Register- und Insolvenzabteilung:
Montag bis Freitag 09:00 - 12:00 Uhr
Dienstag 09:00 - 12:00 Uhr, 15:00 - 17:00 Uhr

Nachlassabteilung:
Montag, Donnerstag 09:00 - 12:00 Uhr
Dienstag 09:00 - 12:00 Uhr, 13:00 - 16:00 Uhr
16:00 - 17:30 Uhr nur nach Termin

Erklärungen zur Erbausschlagung und Erbscheinanträge können nur nach vorheriger Terminabsprache aufgenommen werden. 

Allgemeine Informationen

Sind Sie aufgrund gesetzlicher Erbfolge oder aufgrund eines Testaments oder Erbvertrags Erbe oder Miterbe, müssen Sie sich überlegen, ob Sie die Erbschaft annehmen oder ausschlagen. Hierbei sind vor allem Haftungsfragen abzuwägen. Haben Sie sich entschlossen, die Erbschaft nicht anzunehmen, müssen Sie in der Regel innerhalb von sechs Wochen die Ausschlagung der Erbschaft erklären.

Verfahrensablauf

Die Ausschlagung muss gegenüber dem zuständigen Nachlassgericht erklärt werden. Die Erklärung muss entweder zur Niederschrift des Nachlassgerichts oder in öffentlich beglaubigter Form abgegeben werden. Ein formloser Brief an das Nachlassgericht genügt nicht.

Zuständige Stelle

das Nachlassgericht (Amtsgericht) für die Entgegennahme und Protokollierung der Ausschlagungserklärung - grundsätzlich dasjenige, in dessen Bezirk der Erblasser zuletzt seinen Wohnsitz hatte.

Welche Gebühren fallen an?

Für die Entgegennahme der Ausschlagungserklärung fällt eine Gebühr an. Deren Geschäftswert bemisst sich nach dem Wert der ausgeschlagenen Erbschaft (nach Abzug der Schulden). Die Gebühr beträgt mindestens 15 Euro.

Welche Fristen muss ich beachten?

Die Ausschlagungsfrist beträgt in der Regel sechs Wochen. Sie beginnt mit dem Zeitpunkt, in dem Sie Kenntnis von dem Anfall und dem Berufungsgrund der Erbschaft erlangt haben. Berufungsgrund kann die gesetzliche Erbfolge oder eine letztwillige Verfügung sein. Ist der Erbe durch eine letztwillige Verfügung berufen, beginnt die Frist aber nicht vor Bekanntgabe der Verfügung von Todes wegen durch das Nachlassgericht.

Hinweis: Wenn der Erblasser allerdings seinen letzten Wohnsitz nur im Ausland gehabt oder wenn sich der Erbe bei Beginn der Frist im Ausland aufgehalten hat, beträgt die Ausschlagungsfrist sechs Monate.

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